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  Presseinfo, KUNSTraum Saarow



 



3. Juli 2010 KUNSTraum Saarow Daniela Pukropski: Über meine Malerei Zurzeit arbeite ich formal mit zwei bis drei vertikal begrenzten Farbsegmenten. Die einzelnen Flächen werden durch unzählige Farbaufträge belebt, bis sie auf verschiedenen Ebenen ein fest gefügtes Ganzes bilden. Ein Farbfeld ist in sich komplex und verdichtet und schwingt mit der oder den benachbarten Flächen zu einem feinen ausdrucksstarken Klang. Mich interessiert der Reichtum subtiler Tonwerte wie ich sie in der Natur betrachten kann. Damit die Konzentration auf den Farbton und substanziellen Farbauftrag gerichtet bleibt, hat mich die Vereinfachung der Komposition zu geraden vertikalen Grenzen geführt. Hierbei erfährt die Farbe über die Verdichtung eine von Innen entstehende architektonische Festigkeit, gleichzeitig durch die Dauer des Wachstumsprozesses und der damit verbundenen Veränderung der Farbmaterie eine fast organische Qualität. Die Farbe als materialisierte Energie fließt und dehnt sich über die Ränder aus. Ich arbeite so lange an der Farbe, bis sie für mich einen quasi gegenständlichen Charakter erreicht. Dem Bedürfnis nach Spannung entsprechen die Farbkontraste und Verteilung der Massen. Die genaue Ausbalancierung ermöglicht eine meditative Betrachtung des Bildes. Kedron Barrett: Der See Long Pond, langer Teich, hieß der See unweit meines ersten Wohnortes, in Form und Größe fast wie der Scharmützelsee. Über den Unterschied zwischen ponds und lakes habe ich damals nicht allzu viele Gedanken verloren. Irgendwann wurde Long Pond in Penacook Lake umbenannt; die Aufstufung vom pond zum lake machte ihn weder breiter noch länger. Es unterstrich aber, dass Seen mit einem Durchmesser von weniger als zehn Kilometer eben keine Seen waren, sondern Teiche - so die amerikanische Sicht. Aber das hat mit dem wahren Bild, das ich - vom See oder sonst was - mache, freilich wenig zu tun. Das gemalte Bild selbst ist ein See, seine Oberfläche ist seine Tiefe zugleich. Mit einem Abbild hat das nichts zu tun. The shock of the real, das Staunen vor der Wirklichkeit, das ist der Punkt, den ich in meiner Malerei ansteuere.


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